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WegbegleiterIn: drei Wege – EIN PFAD

Liebe Wegbegleiter,
der Herbst ist noch sehr schön – und ich denke, wir sollten Sonne, Farben und
Wind genießen. Auf dem achtsamen Weg zu gehen, heißt immer, den Augenblick zu
erleben.
Einen guten Weg wünscht Euch von Herzen

Ursula aus Wien

WEBEGLEITER Drei Wege – EIN PFAD

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

Wir sind alle auf einem Weg, einem Lebensweg; ob wir auch auf einem spirituellen
Weg sind, das ist die Frage.

Jetzt, da ich mich intensiver mit dem edlen achtfachen Pfad des Buddha
beschäftige, den ich für einen universellen Weg halte, weil er sich an die
konkrete Lebenssituation aller Geschöpfe aller Zeiten wendet und in seinen
Richtlinien ein gesundes Maß und durchführbare Methoden angibt, scheint es mir,
dass dieser Pfad sehr wohl auf verschiedene Weise beschritten werden kann.

Man könnte es drei Ebenen nennen, auf denen der Pfad begangen wird.

Die Worte sind auf allen Ebenen dieselben aber Ziel, Ausrichtung und Übung sind
sehr verschieden.

1.Ebene: DER PFAD ALS LEBENSHILFE;

das ist die weltliche Art, wie ein Mensch mit dieser Lehre umgeht

Im Vordergrund steht der Wunsch, sein individuelles Leben zu verbessern.

Er fühlt sich gestresst, unruhig, leidet an einer schwierigen Beziehung, fühlt
sich einsam,

Hat vielleicht gerade eine Krise durchstanden, leidet an
Selbstwert-Mangel-Gefühl, usw …

Da werden diesem Menschen mit Ruhe- und Achtsamkeits-Übungen Methoden geboten,
die er oder sie begierig ausprobieren möchte, um den belastenden Zustand zu
beseitigen. Wenn dieser Mensch sich über einen gewissen Zeitraum an seine
Übungen hält, hat er gewiss Nutzen davon, wird ruhiger, etwas stabiler und fühlt
sich wohler, und hat wahrscheinlich auch mehr Freude am Leben.

MEIN LEBEN SOLL BESSER WERDEN!

2.Ebene: DER PFAD DES ERWACHENS

Das könnte man als generelle Ebene bezeichnen.

Es geht um erweitertes, tieferes Verständnis der Buddhalehre. Das Ich ist nicht
mehr ganz so

Vordergründig; es werden die Umwelt, die Mitmenschen und Mitwesen einbezogen.
Handeln,

Denken und Üben beziehen sich Natur gemäß zuerst auf den Menschen selbst,
umfassen dann

aber auch seine weltlichen Mitgeschöpfe.

Es zeichnet sich eine Entwicklung ab, die man spirituell nennen kann. Der Mensch
ist nicht mehr so stark dem materiellen Leben verhaftet. Er sieht, dass der Weg
mehr bietet als weltliche Verbesserung,

nämlich Lebenssinn durch inneres Wachstum, inneres Heil. Damit wird meistens der
Wunsch nach mehr und tieferem Wissen über die Lehre geweckt.

Diese Person wird wahrscheinlich Einstellung, Verhalten und Lebensweise gemäß
der tieferen Einsichten verändern. Naturgemäß hat das Einfluss auf die Umgebung
der spirituell übenden Person.

TIEFERES VERSTÄNDNIS UND GENERELLES MITGEFÜHL AUF DEM ENTWICKLUNGSWEG!

3.Ebebe: DER PFAD DER BEFREIUNG

Es ist das Durchdringen der Lehre, was eine überweltliche Schau vermittelt.
Universelle Daseinsgesetze werden in ihrer letzten Konsequenz begriffen,
Zusammenhänge von Leben, Tod und Wiedergeburt erfasst und somit die Verhaftung
an das weltliche Leben größtenteils gelöst.

Die Übenden leben weiterhin auf der relativen Ebene der menschlichen und
materiellen Abhängigkeiten; haben aber ihren Geist so geschult, dass sie von der
absoluten Ebene her, das ganze weltliche Dasein als Schauspiel ansehen, ohne
bleibenden, sicheren Inhalt.n

Sie sind vom „absoluten Sein“ so ergriffen, dass ihr ganzes Leben diesem letzten
Ziel zustrebt.

EINTRITT IN DEN STROM DER BEFREIUNG VOM LEID!

Alle drei Wege auf den verschiedenen Ebenen brauchen Einsicht, Achtsamkeit und
Willenskraft, um wirklich begangen zu werden. Die Schritte sind allen Menschen
möglich, doch es hängt von ihrer Sicht der Dinge und ihren Wünschen ab, wie weit
sie gehen wollen.

MANCHE BEGINNENAUF DER ERSTEN EBENE UND LANDEN AUF DER LETZTEN; WO SIE ZU IHREM
INNEREN GLÜCK KOMMEN.

MÖGEN ALLE WESEN GLÜCK UND ZUFRIEDENHEIT FINDEN! Eure Ursula

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