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WegbegleiterIn: Meine Eltern – Teil meines Lebens

„Meine Eltern – Teil meines Lebens“

Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern sind so unterschiedlich wie es eben Kinder gibt. Das gilt auch für nicht leibliche Zieh-Eltern.

Erwachsene Menschen, die einen spirituellen Weg gefunden haben und neue Kriterien in ihrem Leben setzen, geraten leicht in Widerspruch zu den Ansichten ihrer Eltern. Andererseits sind sie bemüht, ihren Eltern etwas von dem zukommen zu lassen, was sie auf ihrem Weg als förderlich für sich selbst und für eine friedliche Beziehung erfahren haben.

Was kann man für seine Eltern tun?

1. Dank, dass man durch sie geboren ist und aufwachsen konnte.

2. Anerkennen, dass sie sich um die Familie bemüht haben.

3. Ihre Zuwendung und ihre Eigen-Bedürfnisse sehen.

4. Ansprüche, die sie an mich gestellt haben, um Erfolge für mich

und sich selbst zu erzielen.

5. Ihr Unvermögen, alles „richtig“ zu machen.

6. Meine Zu- und auch Abwendung sehen.

7. Vermisste und verpasste Liebesbeweise anschauen.

8. Ihr Liebesbedürfnis nicht unterschätzen.

9. Ihre Angst vor dem Tod erkennen, die sie im Weiterleben ihrer Kinder

Zu überbrücken versuchen.

10.Mit ihnen Frieden schließen.

VORTEILE EINES FAMILIENBUNDES

Eine Familie bietet grundsätzlich Sicherheit und Schutz für das Kind.

Es bekommt Unterstützung im Aufwachsen und bei der Ausbildung.

Häufig werden auch kleine oder größere Unternehmen der Kinder durch die Eltern gefördert. Kenntnisse und Ratschläge werden vermittelt.

In schwierigen Situationen kann auch das erwachsene Kind in der Familie Aufnahme und Trost finden. Vor wichtigen Entscheidungen ist es durchaus hilfreich, sich in der Familie zu beraten.

Da das Kind als erste Beziehung, die zu den Eltern erlebt, ist diese eine Grundlage und Muster für alle weiteren Beziehungen. Liebevolle Zuwendung und Verständnis prägt zuerst einmal die Liebesfähigkeit der Kinder. Leider auch das Gegenteil.

Für Kinder ist das Vorbild der Eltern entscheidend; sie sehen wie die Eltern miteinander umgehen, mit den Verwandten, mit anderen Leuten und natürlich mit ihnen selbst und ihren Geschwistern.

Nicht genug damit, übernehmen Kinder auch das oft Gehörte über die Arbeit, die Gesellschaft, Politik … Und werden unbewusst geprägt.

Ob es sich positiv oder negativ auf ihr Leben auswirkt, hängt zum Einen von dem Vorbild ab, andererseits aber auch von den späteren eigenen Entscheidungen.

UNGUTE FAMILIENVERHÄLTNISSE

Bei den Eltern ist Ehe oder Partnerschaft nicht gut;

Vorwürfe, Streit und Rücksichtslosigkeit sind an der Tagesordnung. Vielleicht wird öfter von Trennung oder Scheidung gesprochen.

Die Gefühle der Kinder sind in Zuneigung und Ablehnung gespalten.

Oft machen die Extreme der Eltern den Kindern zu schaffen. Wenn z.B. einmal geherzt und geküsst wird – und ein andermal unbegründete Lieblosigkeit zu spüren ist. Natürlich haben alle Kinder das Bedürfnis nach Liebe, Zuwendung, Verständnis und Anerkennung – und wenn von den Eltern wenig Entsprechendes kommt, bleibt bei den Kindern ein treibendes Mangelgefühl.

Viele Eltern suchen ihr eigenes Glück , ihre Befriedigung, in den Erfolgen ihrer Kinder, was diese unter großen Druck setzt. Zu viel Kontrolle oder Vernachlässigung – beides tut den Kindern nicht wohl.

Oft wird die kindliche Abhängigkeit zu Eigenzwecken der Eltern ausgenutzt; ihr guter Wille, ihr Liebesbedürfnis, die Suche nach Akzeptanz und Wertschätzung!

Im Rückblick als Erwachsener fühlt sich der Mensch von seinen Eltern „missbraucht“ worden zu sein – was sich später vielleicht öfter wiederholt hat.

Alles was ich beschrieben habe, wird den Eltern im späteren Leben immer wieder vorgeworfen. Es kommt weder zu einer verständnisvollen Aussprache und zu keiner versöhnlichen Beziehung.

Interessanterweise habe ich von Menschen, deren Eltern, oder ein Elternteil, Alkoholiker oder Drogensüchtiger war, keine Vorwürfe gehört sondern eher ohnmächtiges Mitgefühl.

MEIN SPIRITUELLER WEG – UND MEINE ELTERN

Immer wieder begegnen mir Menschen, die sich die buddhistische Lehre als Richtung genommen haben – und gerne ihren Eltern helfen wollen.

Weil sie ihre Abhängigkeit vom Elterhaus überwunden haben, sehen sie umso klarer, woran ihre Eltern leiden. Sie nehmen die Verantwortung für ihr Leben ernst, finden Führung, Kraft und Trost in Buddhas Worten und spüren wie Metta, das gütige Wohlwollen und Mitgefühl, ihr Leben bereichert.

Zunächst sehen wir die Generationsprobleme:

Die zeitgemäßen verschiedenen Ansichten, Wertungen, Moral,

andere Sprache und andere Auslegungen bringen oft Missverständnis hervor.

Wollen oder können wir es verstehen?

Ein großes Problem ist das Gefühl von Liebesmangel auf beiden Seiten.

Wollen und können wir ihnen trotzdem Wohlwollen geben?

Ein Problem kann auch übermäßige Fürsorge sein.

Können wir ihnen durch die eigene Kraft und Akzeptanz ihre

Verlustangst nehmen?

Ein Problem kann ihr Besitzanspruch sein: MEIN KIND!

Können wir ihnen unsere Eigenständigkeit gütig vermitteln?

Ein Problem kann ihr Anspruch auf ständige Nähe und Fürsorge sein.

Können wir einen vernünftigen Kompromiss schließen?

WAS SAGT DER BUDDHA?

Er hat selbst die Abhängigkeit vom Elternhaus und der Tradition erlebt. Rigoros hat er sich seine Unabhängigkeit genommen und ist seiner eigenen Überzeugung gefolgt.

Für die Arbeit der Eltern, die Kinder gut aufzuziehen und für ihre langjährige Fürsorge, sei höchster Dank angebracht, lautet seine Rede.

Deutlich erklärt er Karma als eigenständige Lebensgestaltung, was zwar einerseits aus einem früheren Leben bestimmte Verhältnisse der Geburt, der Eltern und Umweltsituation mit sich gebracht hat – aber bei eigener Entscheidungsmöglichkeit zur Selbstverantwortung wird.

Die Eltern sind nur die Vermittler eines vorhandenen Karmas, – was der wachsende Mensch daraus macht, ist das sich weiter entwickelnde Karma, sein persönliches Leben.

MEINE MÖGLICHKEITEN

Kann ich meine Eltern ändern? Wohl kaum – sie entscheiden selbst!

Aber ich kann ihnen für ihr Bemühen danken und dieses Bemühen

auch anerkennen!

Kann ich ihnen Verständnis und Zuwendung entgegen bringen?

Auch wenn große Differenzen in unseren Ansichten bestehen?

Kann ich in freundlicher Weise widersprechen, meine Meinung

vertreten?

Kann ich ruhig und überzeugt „NEIN „sagen, wenn ich etwas für

unheilsam halte?

Brauche ich außer Zuwendung auch Distanz?

Wenn ich Hilfe anbiete bei Krankheit oder im Alter der Eltern, kann ich es entsprechend eigener Kraft heilbringend einteilen?

Unmögliches von den Eltern und von mir selbst zu verlangen, bringt nur Enttäuschung und Leid hervor.

Um das Mögliche zu sehen und umzusetzen müssen wir achtsam, einsichtig und willensstark sein.

In unserer Meditation können wir fern unserer Eltern, ihnen alle guten Gaben wünschen und sie ihnen im Geist ins Herz legen.

Mögen sie glücklich und zufrieden sein – bis an ihr Ende.

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WegbegleiterIn: Der edle Freund/die edle Freundin

Liebe Freundinnen und Freunde!

Möge der Wegbegleiter Euch Freude und Anregung bringen!
Vor allen Dingen möget Ihr Euch selbst ein guter Freund sein.

Was nennen wir eine Freundin, einen Freund?
Freundschaften gibt es viele: das fängt in der Schule an, geht weiter bei der
Berufsausbildung; dann die Freunde des Partners, die Eltern der Kinder im
gleichen Alter, gleiche Hobbys, Gärten und Häuser, Kirche, Berufskolleginnen

Ja, wir leben in sehr vielen Verbindungen; die sich manchmal zu echten
Freundschaften entwickeln.
Man versteht sich; hört sich zu, spricht sogar über persönliche Probleme und
tröstet die Freundin, den Freund, wenn er, sie, traurig ist.
Nennst Du das „Liebe“?
Klagt nicht die Freundin gerade über die Schwierigkeiten in der Beziehung?
Fühlt sich gekränkt, verletzt, missverstanden — der Freundin kann man sein
Herz ausschütten – und fühlt sich dann wohler.
Darf man auch mal Kritik üben? – das ist nicht einfach – sollte aber in
einer guten Freundschaft möglich sein. Vorsicht ist geboten, wenn es um andere
Ansichten geht! Aber hinter dem Rücken sollte der Freund keinesfalls schlecht
gemacht werden. Das verlangt auch Zurückhaltung.
Die Schwächen der Freundin, des Freundes, kann man meistens leichter
akzeptieren als die des Partners – oder nicht?
Ein sichtbarer schöner Ausdruck der Freundschaft ist die Hilfe in Not oder
eine Unterstützung dort, wo es gut tut.
Für seine Freunde setzt man sich ein, nimmt Mühe auf sich.

Freundschaft ist etwas sehr Schätzenswertes!

Was meint der Buddha, wenn er von edlen Freunden spricht?
Ein Kalyana-mitta hat viele Aspekte eines guten Freundes, einer guten Freundin.
Darüber hinaus ist es ein wohlwollender, hilfreicher Wegbegleiter auf dem
spirituellen Pfad. Da er oder sie in der gleichen Richtung geht, von der Lehre
Einiges versteht und auch weiß, wie schwierig es ist, die Achtsamkeit im
täglichen Leben aufrecht zu halten und die Meditation zu üben – ist es für
den Weggefährten eine große Unterstützung.

Zu Buddhas Zeiten bildeten sich Mönchs-Freundschaften, die den Vorteil hatten,
das gleiche Ziel anzustreben und ganz ähnlich zu leben.

Bei uns im Westen ist es anders. Wer da auf dem Weg der Leidbefreiung ist,
findet so leicht keine Gleichgesinnten – und daraus einen Edlen Freund, eine
Edle Freundin zu finden, ist schwierig. –
Muss es wirklich ein buddhistisch orientierter Mensch sein?
Meiner Meinung nach kann jeder spirituell offene Mensch einem anderen hilfreich
zur Seite stehen. Allerdings ist es leichter, mit jemand aus der eigenen
Tradition zu sprechen und sich Rat zu holen als mit jemand, der die
Vorgangsweisen und die praktischen Methoden der Meditation nicht kennt.

In den Dhammapada Versen wird der edle Freund vorgestellt.

Dhp. 328
Wenn einen einsichtsvollen Freund du findest,
einen Gefährten, weise, edel lebend,
magst freudig du und achtsam mit ihm wandeln –
und überwinden jegliche Gefahr.

Von diesem edlen Freund wird viel verlangt: er soll einsichtsvoll sein –
das lässt sich wohl finden. Weise Menschen gibt es schon weniger – und edel
Lebende scheinen mir noch seltener zu sein. Das bezieht sich m.E. auf die Ethik,
die fünf Sila – und darüber hinaus auf ein Leben in Achtsamkeit und
liebevoller Zuwendung zu allen Wesen.

Fragen wir uns selbst einmal:
Sind wir Edle Freundinnen, Edle Freunde?
Auf dem Weg dahin – schon!
Und das ist das Wichtigste, finde ich.

Da wir nicht alle das Glück haben, so einen edlen Freund zu finden, was auch
der Buddha weiß, gibt er im nächsten Vers Antwort auf diese Möglichkeit.

Dhp. 329
Wenn keinen einsichtsvollen Freund du findest,
einen Gefährten, weise, edel lebend,
sei wie ein König, der sein Land verlässt,
und wandle einsam wie der Elefant im Wald.

Dhp. 330
Alleinig wandern besser ist,
Gemeinsames gibt’s nicht mit Toren.
Man lebe einsam, tu nichts Böses;
Sei unbekümmert wie der Elefant im Wald.

Das hört sich vielleicht traurig an – aber sind wir innerlich und
letztendlich nicht immer allein? Unseren Schmerz, unsere Erinnerungen, unsere
Hoffnungen, unsere Entscheidungen, unsere Krankheiten und unseren Tod —
müssen wir nicht allein damit fertig werden?
Wenn es nicht so wäre, hätten wir auch kein eigenes Karma —

Unterstützung kann man gut gebrauchen und das geben wir uns ja in der Sangha,
der spirituellen Gemeinschaft.
Seien wir uns Wegbegleiter auf dem Weg zu innerem Glück!

Und jetzt vor Weihnachten und Neujahr:
Mögen wir uns mit allen freuen, die Feste feiern und sich beschenken.
Mögen wir im Jahr 2011 unseren Weg beharrlich und froh weitergehen – mit
einem Freund oder allein!
Mögen wir und alle Wesen glücklich sein.

Mit viel Metta Eure Ursula

 

WegbegleiterIn: Berufung

Liebe Freundinnen, liebe Freunde auf dem Weg!

Immer öfter wird mir die Frage gestellt: Wie finde ich meine Berufung? Manche
der Frager sind jung und können in ihren erlernten Beruf nicht einsteigen; die
meisten sind in der Mitte ihres Lebens, gegen 50 und haben lange dieselbe Arbeit
ausgeführt.

Sie finden, dass es an der Zeit ist, etwas zu ändern; sich wesentlichen Dingen
zu widmen. Sie warten auf ihre Berufung.

Was ist Berufung?

Kann es der Ruf einer höheren Macht sein? – Ein Auftrag von der Welt? Ein Ruf
aus einem unterentwickelten Land? Der Ruf hilfesuchender Menschen oder Tiere?
Viele Menschen sind solchen Rufen gefolgt, sonst gäbe es nicht die vielen
Hilfsorganisationen. Viel Gutes haben dese Leute mit ihrem Einsatz erreicht und
wir danken und unterstützen sie.

Aber es ist nicht das Einzige, wie man seiner Berufung folgen kann. Mir ist da
im Sinn, dass jeder Mensch aus seinen guten Fähigkeiten und seiner
Lernbereitschaft etwas Eigenes als seinen zu tiefst liegenden Lebensauftrag
hervor bringen kann und sollte! Ich schlage vor:

Eine Bestandsaufnahme aller eigenen Fähigkeiten und Erfahrungen aufzulisten:

Was kann ich alles, beruflich und außer beruflich?

Was tue ich gerne?

Was könnte und möchte ich noch gerne lernen?

Was mag ich nicht und was liegt mir nicht?

Die Sachen, die ich gerne tue, verbinde ich mit meinen Fähigkeiten und
Erfahrungen und schaue mir an, was davon zusammenpasst. Ich kann diesen Kreis
noch mit neuem zu erlernenden Wissen ergänzen und mache aus allem zusammen meine
eigene Kreation. Dann muss man sich umschauen, wo es einen Platz für meine
Kreation gibt.

Manchmal lässt es sich nur selbständig oder im kleinen privaten Bereich
durchführen.

(So etwa bin ich meinen Weg gegangen)

Eine andere Möglichkeit sehe ich darin, Deiner Arbeit einige der heilsamen Werte
zuzufügen, die der Buddha als edel bezeichnet, z.B. Achtsamkeit, Zuwendung,
Metta, Sammlung bei der Arbeit aber auch in Ruhepausen und eine Portion
Gelassenheit.

Dass man sich zu Hause noch einen passenden Ausgleich schafft, ist richtig und
natürlich.

Beispiel:

Eine Physiotherapeutin meinte, sie hätte lange genug nur massiert und wäre
enttäuscht, dass die Patienten ihre Körperübungen ignorierten. Sie selbst liebte
lockeres Bewegen, Tanz und Musik.

Mein Vorschlag: mach Mitte des Vormittags und Mitte des Nachmittags eine
Minidiskothek für Heilgymnastik auf, wo sich jeder 20 Min. lang nach Lust und
Laune bewegen kann. Du als Leiterin zeigst ihnen als Vorbild was gut tut.

Ob es funktioniert?

Vielleicht möchtest Du Gedichte schreiben oder malen. Tu es einfach, ohne an
Erfolge zu denken! Mach Dir selbst die Freude!

Auch die sportlichen Aktivitäten können das berufliche und private Leben
bereichern. Ich halte es für ein gutes Zeichen, dass immer mehr Leute Radfahren
und joggen.

Um der Sache mehr auf den Grund zu gehen, könnte man sich Folgendes Vorstellen:

Es ist kurz vor meinem Tod, und ich überblicke mein Leben. Habe ich etwas
Wichtiges versäumt? Bin ich zu etwas nicht gekommen, was ich gerne gemacht
hätte?

Auch wenn sich nicht Alles nachholen lässt, kann man in einer veränderten Form
doch noch viel zur eigenen Befriedigung tun. Vielleicht geht es in Gedanken im
Wünschen und Verzeihen? Du lebst ja noch ! – also tu etwas!

Heilige wurden von Gott berufen, einen bestimmten Auftrag zu erfüllen. Sie
konnten sich dem nicht entziehen.

Der Buddha war kein Gott aber ein Erleuchteter, der denen die zu ihm kamen, den
Weg zu einem edlen, sinnvollen Dasein zeigte. Die Freiheit vom Leid, die er dem
einzelnen Menschen als höchste Verwirklichung versprochen hat, ist zugleich ein
Heil für die Welt, da jede Minderung an Gier, Hass und Ichsucht der Welt zugute
kommt und das praktizierte Mitgefühl eine Wohltat für alle ist.

In der Zuwendung, Verehrung und Liebe zum Buddha und seiner Wahrheitslehre liegt
eine große Kraft, die unserem Leben einen besonderen Auftrag gibt; – vielleicht
eine Art Widmung? Wir wissen um das Gute in uns und haben Vertrauen, trotz aller
Schwierigkeiten, trotz Versagen und Unterbrechungen!

Wir müssen nicht immer andere Aufgaben suchen, sie liegen ja vor uns – nur gut
hinschauen ist nötig, um sie zu erkennen!

Alles was wir tun – heilsam zu tun – ist die größte und Heil bringendste
Herausforderung – unsere menschlichste Berufung!

Ein Dhammapada Vers 110

Wer grüßend sich vor andern neigt,

Wer jedem Weisen Ehrfurcht zeigt;

Bei dem nimmt diese Vierheit zu:

Kraft, Leben, Schönheit, Seelenruh.

Ein Gedicht von Juan Ramon Jimenez:

Heimweh, quälend, nie endend,

Voll erschreckender Gewalt,

Nach dem, was ich habe.

Tagore:

Ich dachte meine Reise sei zu Ende,

die letzte Grenze meiner Kraft erreicht,

Felswand sperre meinen Pfad,

erschöpft sei meine Zehrung

Und die Zeit gekommen,

sich zu bergen in der Nacht des Schweigens.

Doch siehe ohne Ende ist in mir Dein Wille,

und wenn die alten Worte mir ersterben,

So brechen neue Melodien jung aus meinem Herzen;

Und wo die alten Pfade sich verlieren,

Steigt Neuland auf mit allen seinen Wundern.

 

Ich denke an Euch mit viel Metta Eure alte Ursula